
Die Sicherheit von Kindern in Schulen und Kindertagesstätten beschäftigt viele Eltern in Neuenhagen schon seit längerer Zeit. Immer wieder wurde gegenüber der Gemeindeverwaltung der Wunsch geäußert, den Zutritt zu Schulen und Kitas besser zu regeln und unkontrollierte Zugänge zu vermeiden.
Um ein Stimmungsbild von der Neuenhagener Bürger zu erhalten, hat die FREIE MITTE dazu eine Umfrage auf Facebook durchgeführt. Mehr als 200 Bürgerinnen und Bürger haben sich beteiligt. Das Ergebnis war eindeutig:
✅ 77 % sprachen sich für geregelte Zugänge an Schulen und Kitas aus.
Für uns ist das ein deutliches Signal. Viele Eltern und Bürger wünschen sich mehr Sicherheit und klare Regelungen darüber, wer während der Unterrichts- und Betreuungszeiten Zugang zu den Einrichtungen hat.
Aus diesem Grund haben wir den Antrag „Sichere Schulen und Kitas – Geregelte Zugänge statt offener Türen“ in die Gemeindevertretung eingebracht.
Änderung des Antrags durch die Grünen
In der Sitzung der Gemeindevertretung am 06.07.2026 wurde unser Antrag auf Initiative der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen dahingehend geändert, dass zunächst die betroffenen Schulen und Kindertagesstätten angehört werden sollen.
Wir begrüßen grundsätzlich, die Erfahrungen und Einschätzungen der Einrichtungen einzubeziehen. Gleichzeitig erwarten wir, dass die berechtigten Sicherheitsbedenken vieler Eltern dabei ernst genommen werden.
SPD lehnt Antrag ab
Die SPD-Fraktion sprach sich gegen unseren Antrag aus. In ihrer Stellungnahme argumentierte sie unter anderem, dass zusätzliche Zugangsbeschränkungen keine absolute Sicherheit schaffen würden und dass Schulen sowie Kitas als offene und einladende Orte erhalten bleiben sollten.
Darüber hinaus verwies die SPD auf bestehende Maßnahmen wie Notfallpläne, Schulungen, Präventionsangebote, Schulsozialarbeit sowie die Zusammenarbeit mit Polizei und Sicherheitsbehörden.
Diese Maßnahmen sind aus unserer Sicht wichtig und richtig. Die Frage ist jedoch: Warum soll das eine das andere ausschließen?
Denn geregelte Zugänge ersetzen weder Notfallpläne noch Präventionsarbeit. Sie ergänzen diese Maßnahmen sinnvoll. Wer sich für Schulungen, Alarmpläne und Prävention ausspricht, sollte aus unserer Sicht auch bereit sein, den Zugang zu Gebäuden zu regeln, in denen sich täglich hunderte Kinder aufhalten.
Antrag mehrheitlich beschlossen
Trotz der Gegenstimmen wurde der geänderte Antrag von der Gemeindevertretung mehrheitlich beschlossen. Insgesamt gab es sieben Gegenstimmen, die Mehrheit der Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter unterstützte jedoch das Anliegen, sich mit dem Thema geregelter Zugänge an Schulen und Kitas intensiver auseinanderzusetzen.
Damit ist die Diskussion nicht beendet – sie beginnt jetzt erst richtig.
Die Verwaltung wurde beauftragt, die betroffenen Schulen und Kindertagesstätten anzuhören und entsprechende Stellungnahmen einzuholen. Die Einrichtungen erhalten damit die Möglichkeit, ihre Erfahrungen, Einschätzungen und Anregungen in den weiteren Prozess einzubringen.
Unsere Position
Die FREIE MITTE fordert keine Abschottung von Schulen und Kitas. Niemand soll ausgesperrt werden. Eltern, Handwerker, Dienstleister oder Besucher sollen die Einrichtungen weiterhin betreten können – jedoch über klare und nachvollziehbare Regeln.
Unser Anliegen ist einfach:
➡️ Wer ein Schul- oder Kitagebäude betreten möchte, sollte dies nicht unbemerkt und unkontrolliert tun können.
Das ist in vielen öffentlichen Einrichtungen längst selbstverständlich und wird von zahlreichen Eltern ausdrücklich gewünscht.
Die Diskussion hat gezeigt, dass das Sicherheitsbedürfnis vieler Familien vorhanden ist. Das Ergebnis unserer Bürgerumfrage bestätigt dies eindrucksvoll.
Jetzt ist die Verwaltung am Zug
Mit dem Beschluss der Gemeindevertretung liegt der nächste Schritt nun bei der Verwaltung. Wir erwarten, dass die Stellungnahmen der Schulen und Kitas sorgfältig ausgewertet und transparent vorgestellt werden.
Für uns ist wichtig, dass die Sorgen vieler Eltern nicht relativiert werden, sondern in die weitere Debatte einfließen. Das Votum der Bürgerinnen und Bürger sowie die Zustimmung der Mehrheit der Gemeindevertretung zeigen, dass das Thema ernst genommen werden muss.
Wir werden den weiteren Prozess konstruktiv begleiten und darauf achten, dass die Sicherheit unserer Kinder nicht hinter organisatorischen oder ideologischen Argumenten zurücksteht.
Für die FREIE MITTE steht fest: Die Sicherheit unserer Kinder darf kein nachrangiges Thema sein. Sicherheit und Offenheit schließen sich nicht aus – sie müssen sinnvoll miteinander verbunden werden.






