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Neuenhagen bekommt Fahrradservicestationen!

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FREIE MITTE mit Antrag „Freie Luft für mehr Fahrradlust“ erfolgreich.

Die Gemeindevertretung hat in der Sitzung vom 18.11.2024 mit großer Mehrheit die Einrichtung zweier Fahrradservicestationen im Gemeindegebiet beschlossen und damit einen
weiteren Schritt in Richtung fahrradfreundliche Gemeinde gemacht.

Zweck und Ausstattung der Servicestationen

Die Servicestationen sollen das eigenständige Beheben kleinerer Pannen ermöglichen – ein wichtiger Beitrag zur Mobilitätssicherheit in unserer Gemeinde. Ausgestattet werden die Stationen mit essentiellen Werkzeugen für Notreparaturen sowie einer robusten Luftpumpe. Diese Infrastruktur kommt nicht nur Fahrradfahrern zugute, sondern kann auch von Menschen mit Kinderwagen oder Rollstühlen genutzt werden.

Mit überschaubaren Anschaffungskosten von 2.000 € bis 4.500 € pro Station stellt dies eine geringe Investition mit großer Wirkung für eine fahrradfreundliche Infrastruktur unserer Gemeinde dar.

Nach teilweise sehr überraschender Kritik im Ortsentwicklungsausschuss, dass die Kosten zu hoch seien (AfD), dass niemand die Fahrräder reparieren oder aufpumpen könne (B90/Grüne) und dass man so etwas nicht brauche, weil man zur Not auch 20 Minuten sein Fahrrad schieben könne (SPD), begrenzte die Fraktion FREIE MITTE den Antrag zunächst auf zwei Stationen und ergänzte ihn um eine mögliche Erweiterung des Angebots nach einer Pilotphase.

Widerstand und überraschende Ablehnung

Während die Station am Bahnhof im Rahmen der Umbauarbeiten schon seitens der Verwaltung geplant war, lehnten einige Gemeindevertreter in der Gemeindevertretung überraschenderweise trotzdem deren verbindliche Einrichtung und eine weitere Station in der Nähe des Einsteingymnasiums ab.

Eine Station nur für Schüler des Einsteingymnasiums – was nie gefordert war – sei Sache der Schule (CDU). Die Kosten für eine Station seien immer noch zu hoch, weil das Thema Vandalismus nicht mit eingerechnet sei (B90/Grüne). Außerdem sei man nicht bereit, Neuenhagener Steuergelder dafür auszugeben (AfD).

Letztlich stimmten doch 17 Gemeindevertreter quer durch alle Fraktionen dem Antrag zu und vor allem die Schüler rund um das Einsteingymnasium und die Fallada-Grundschule bekommen demnächst eine Fahrradstation, um platte Fahrradreifen zumindest für den Heimweg wieder fahrbereit zu bekommen. Da die Station am Bahnhof erst nach der Errichtung der neuen Abstellanlage dort zur Verfügung steht, werden Radfahrer rund um den Schulstandort in der Lindenstraße voraussichtlich viel früher von der Anlage profitieren, die übrigens auch vom Kinder- und Jugendbeirat als sinnvoll und begrüßenswert bewertet wurde.

Die zweijährige Pilotphase liefert wichtige Erkenntnisse darüber, wie die Nutzer das Angebot annehmen und wo weitere Stationen möglicherweise sinnvoll sein könnten. Dies ermöglicht eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Fahrradinfrastruktur in unserer Gemeinde.

Die Maßnahme unterstützt besonders die vielen Pendler und Schüler in ihrem Alltag und ist ein wichtiger Baustein im nachhaltigen Verkehrskonzept Neuenhagens.

RZRO