Nach der Wahl ist nach der Wahl

Wenn es kracht und raucht, läuft der Motor!

Der Wahlkampf um das Amt des Bürgermeisters ist Geschichte und hat einen Sieger hervorgebracht. Die Wähler haben entschieden und das ist natürlich zu akzeptieren.

Es bedeutet aber nicht, dass der Bürgermeister aus diesem Sieg den Anspruch herleiten darf, dass es nur noch Geleitschutz gibt. Diese Meinung wurde uns im Wahlkampf immer mal wieder entgegnet. „Lasst Ihn doch mal machen“ und „Warum zerredet ihr immer wieder alles“ war mehr als nur einmal zu hören.

Das stimmt nachdenklich, denn es spiegelt die Ergebnisse in der Gemeindevertretung nicht im Ansatz wider. Im Gegenteil, die meisten Vorlagen des Bürgermeisters wurden mehrheitlich mitgetragen, nur selten gibt es eine Mehrheit dagegen. So ist Demokratie. Es ist der Kampf der Argumente und der Wettbewerb der Ideen.

Keiner der Beteiligten in der Verwaltung und in der Gemeindevertretung von ganz links, über grün, bis nach ganz rechts macht es sich leicht. Die aktuelle Gemeindevertretung ist die fleißigste seit Jahrzehnten. Selten gab es so viele gute Anträge, selten wurden diese über Fraktionsgrenzen hinweg eher verbessert, als aus ideologischen Gründen abgelehnt.

Das hat dazu geführt, dass die Anträge in der Breite sehr viel sorgfältiger geschrieben und inhaltlich besser begründet wurden. Der Wettbewerb der Ideen funktioniert.

Wer aber einfordert, dass alles geräuschlos und in völliger Harmonie abläuft, verkennt die Kraft des politischen Streits und die Idee der Demokratie. Selbstverständlich ist es einfacher, wenn alle zu allem ja und amen sagen, aber wie wird das Ergebnis sein?

Egal wie manchmal nach außen hin der Eindruck entsteht, die Gemeindevertretung sei zerstritten, das Gegenteil ist der Fall. Sie treibt sich zu Höchstleistungen. In Neuenhagen funktioniert die Demokratie.
Und solange sie hören, dass in der Gemeindevertretung mal wieder gestritten wurde, seien sie zufrieden, denn dann wird in der Politik wieder gearbeitet.

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