
Wer in Neuenhagen mit dem Hund unterwegs ist, kennt das: Die Leine bleibt dran, auch wenn der Hund am liebsten rennen würde. Innerhalb der bebauten Ortsteile gilt grundsätzlich Leinenpflicht. Dafür gibt es gute Gründe. Für viele Hundehalterinnen und Hundehalter heißt es aber auch, dass ihr Tier kaum Gelegenheit hat, sicher und artgerecht frei zu laufen.
Dieses Thema liegt uns als FREIE MITTE schon lange am Herzen. In vielen Gesprächen mit Hundebesitzern ist es immer wieder zur Sprache gekommen. Umso mehr freut es uns, dass auch die SPD die Idee aufgegriffen hat. Dafür sagen wir ausdrücklich Danke. Aus dem gemeinsamen Anliegen ist ein gemeinsamer Antrag geworden, dem sich später auch die Fraktion Die Linke angeschlossen hat. Drei Fraktionen, ein Ziel: ein Platz, auf dem Hunde rennen dürfen.
Mit dem Antrag AN 017/2026 machen wir den ersten Schritt, und wir gehen ihn bewusst behutsam an: als Prüfauftrag. Gebaut ist damit noch nichts, entschieden auch nicht. Zuerst soll die Verwaltung herausfinden, ob es im Gemeindegebiet überhaupt einen geeigneten Platz für ein eingezäuntes Hundeauslaufgebiet gibt und wo er liegen könnte. Die Natur darf dabei nicht auf der Strecke bleiben, Wildtiere, Umweltschutz und landwirtschaftliche Flächen müssen mitgedacht werden. Ebenso ehrlich wollen wir wissen, was das Ganze kostet, von der Einrichtung über den Unterhalt bis zu Abfallbehältern, Kotbeutelspendern und Hundetoiletten. Bis zum 31. Dezember 2026 soll uns die Verwaltung das Ergebnis vorlegen. Dann können wir mit belastbaren Zahlen entscheiden, ob und wie es weitergeht.
1200 Hunde und eine Frage
Es geht um viele Menschen. In Neuenhagen sind rund 1200 Hunde angemeldet, die Hundesteuer bringt der Gemeinde etwa 83.000 Euro im Jahr. Da ist es naheliegend zu fragen, ob die Gemeinde den Haltern und ihren Tieren auch etwas zurückgeben kann.
Profitieren würden davon nicht nur die Hundebesitzer. In Parks, Grünanlagen und auf viel genutzten Wegen treffen Spaziergänger, Familien, Sportler und Hundehalter aufeinander, und nicht immer geht das reibungslos. Eine ausgewiesene Fläche kann diese Situationen entschärfen und sensible Bereiche entlasten. Gute Standortwahl heißt hier, dass am Ende alle damit leben können: die Hundehalter, die Anwohner, die Natur und die anderen Nutzer.
Jetzt beginnt die Beratung, und wir würden uns freuen, wenn viele Neuenhagenerinnen und Neuenhagener dabei sind, vor allem die, die ihren Hund jeden Tag an der Leine führen. Der Antrag steht in vier öffentlichen Sitzungen auf der Tagesordnung: am 2. November im Ortsentwicklungs-, Wirtschafts- und Infrastrukturausschuss, am 4. November im Kultur- und Sozialausschuss, am 10. November im Finanz-, Verwaltungs-, Ordnungs- und Vergabeausschuss und am 30. November in der Gemeindevertretung. Wer zuhören und sich ein eigenes Bild machen möchte, ist herzlich willkommen. Und wer eine Fläche im Kopf hat, die für Hund und Mensch gleichermaßen passen könnte, darf uns das gern wissen lassen.
Und jetzt seid ihr dran:
Was meint ihr zu einem Hundeauslaufgebiet in Neuenhagen?
Habt ihr eine Fläche im Kopf, die passen könnte?
Was wäre euch bei so einem Platz wichtig, und was befürchtet ihr vielleicht?
Schreibt es uns gern unten in die Kommentare, ob ihr selbst einen Hund habt oder nicht. Wir lesen alles und nehmen eure Gedanken mit in die Beratungen.









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