Platz für unsere Kinder: Ein zweiter Kunstrasenplatz für den FC Neuenhagen

Rund 900 Spielerinnen und Spieler, zu wenig Platz und ein Verein, der um Hilfe bittet. FREIE MITTE will, dass Neuenhagen jetzt handelt.

Herbst in Neuenhagen. Am Nachmittag wird es früh dunkel, auf dem Sportplatz warten Kinder und Jugendliche darauf, endlich trainieren zu können. Doch die vorhandenen Flächen reichen längst nicht mehr aus. Rund 900 Spielerinnen und Spieler des FC Neuenhagen 1913 e. V. müssen sich die wenigen verfügbaren Plätze und Trainingszeiten teilen.

Jahnsportplatz

Als wir den Verein Mitte September am Jahnsportplatz besucht haben, wurde schnell klar: Hier geht es nicht um Luxus. Der FC Neuenhagen hat uns auf die fehlenden Trainings- und Spielkapazitäten hingewiesen und einen weiteren Kunstrasenplatz als dringendsten Bedarf genannt. Der Verein ist an seine Grenzen gekommen und bittet die Gemeinde um Unterstützung.

Der Gruscheweg, den der Verein heute mitnutzt, ist keine echte Lösung. Dort gibt es keine Umkleiden und kein Zeughaus, die Nutzungszeiten sind begrenzt. Wer mit Kindern im Herbst und Winter trainiert, weiß, was das bedeutet. Ein zusätzlicher Platz am Jahnsportplatz würde diese Ausweichzeiten überflüssig machen. Am Gruscheweg würde dadurch Platz für andere Sportarten frei. Es profitieren also mehr Vereine, als man auf den ersten Blick denkt.

Das Geld ist schon da

Wir haben es nicht bei einem Gespräch belassen. Am 25.09.2026 haben wir die Verwaltung gefragt, ob ein weiterer Platz machbar ist, was er kostet und welche Förderungen es gibt. Der bereits betrachtete Standort nördlich vom Gelände des Jahnsportplatzes (Flurstück 1097) kommt grundsätzlich infrage. Offen ist noch die Untersuchung der Bodenverhältnisse. Die Kosten werden derzeit auf rund 800.000 Euro geschätzt. Das ist viel Geld, aber es ist Geld, das bereits eingeplant ist.

Wir wollen nichts gegeneinander ausspielen. Die Sanierung des bestehenden Kunstrasenplatzes (211.000 Euro), die Tribüne (150.000 Euro) und die Sanierung des Ostflügels der Scheune im Sport- und Geschichtspark rücken auf 2029. Sie fallen nicht weg. Aus den Mitteln der Scheune soll der Rest kommen, nach heutiger Schätzung rund 440.000 Euro. Laut Verwaltung ist das möglich, und für die Scheune gibt es bisher keine Mietverhältnisse, nur Interessenten. Wenn der bestehende Platz später saniert wird, steht dann schon ein zweiter bereit und niemand muss in der Zwischenzeit auf Training verzichten.

„Hinter den 900 Spielerinnen und Spielern stehen Kinder und Jugendliche, die Woche für Woche auf ihre Trainingszeit warten, und Eltern, die sie dorthin bringen. Diese Kinder sollten wir nicht vertrösten, wenn die Lösung in greifbarer Nähe liegt“, sagt Roman Zabel (Fraktionsvorsitzender FREIE MITTE).

Fördermittel wollen wir nutzen, wo es sie gibt, zum Beispiel aus dem „Goldenen Plan Brandenburg 2026–2029“. Gebaut werden soll aber auch dann, wenn die Förderung ausbleibt. Kein Kind soll warten müssen, weil ein Förderbescheid auf sich warten lässt. Und die Gemeindevertretung behält die Kontrolle: Vor Baubeginn muss die Verwaltung eine belastbare Kostenberechnung, die Finanzierung und einen Zeitplan vorlegen. Sollte der Boden nicht taugen, braucht es sofort Lösungen oder eine Alternative.

Der Antrag (AN 018/2026) wird ab dem kommenden Montag öffentlich beraten: am 02.11.2026 im Ortsentwicklungs-, Wirtschafts- und Infrastrukturausschuss, am 04.11. im Kultur- und Sozialausschuss, am 05.11. im Sportbeirat und am 10.11. im Finanz-, Verwaltungs-, Ordnungs- und Vergabeausschuss. Entschieden wird am 30.11.2026 in der Gemeindevertretung. Alle Sitzungen sind öffentlich. Kommen Sie vorbei, wenn Ihnen der Vereinssport in Neuenhagen am Herzen liegt.

Jede Saison, die wir mit Warten verbringen, ist eine Saison, in der Kinder auf zu wenig Platz spielen. Das wollen wir ändern.

Sie haben ein Kind im Verein, trainieren selbst oder haben als Trainer erlebt, wie eng es auf den Plätzen zugeht?
Dann erzählen Sie uns davon hier unter dem Beitrag. Zwei Sätze genügen. Ihre Erfahrungen helfen uns, die Lage in den Beratungen ab dem 02.11. noch anschaulicher zu machen.

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